Jewel of the Seas, 4 Tage Hamburg – Harwich
Für mich als gebürtiger Hamburger ein Traum: Eine Kreuzfahrt von Hamburg nach Harwich – und damit bei der Fahrt über die Nordsee keine Langeweile aufkommt, halten wir auch noch für eine Nacht in Amsterdam!
Die Jewel of the Seas ist ein wenig kleiner als die Voyager of the Seas, mit der wir vorher schon im Mittelmeer unterwegs waren, aber mit knapp 300 Meter Länge trotzdem noch ziemlich groß… Im Gegensatz zu der sonst üblichen Multinationalität an Bord der Schiffe, sind diesmal überwiegend Deutsche, Engländer und Holländer an Bord, der Rest der Welt ist eher wenig vertreten.
In Hamburg bleibt nicht viel Zeit, um das Schiff zu erkunden, wir hängen hängen trotz bewölkten Himmels den ganzen Nachmittag an der Reling und genießen den faszinierenden Blick aus 50 Meter Höhe auf den Hamburger Hafen und die architektonisch ziemlich wertlose Hafencity. Den ganzen Weg aus dem Hafen und die Elbe runter stehen wir an Deck oder sitzen am Heck in den Cafés und gucken auf die immer breiter werdende Elbe – mehr brauchen wir nicht!! Pünktlich zum Abendessen verziehen sich die Wolken, wir fahren wir an Brunsbüttel vorbei und haben an unserem Fenster einen aberwitzigen schönen Blick auf den Sonnenuntergang über der Nordsee. Das Essen ist gut, aber bei weitem nicht so überragend wie auf der Voyager; nichtsdestotrotz gehen wir glücklich aus dem Restaurant und hängen den Rest des Abends auf Deck 14 in der Viking Crown Lounge mit Tanzfläche ab.

Viking Crowne Lounge
Der nächste Tag beginnt trotz des etwas längeren Abends mit einem frühen Frühstück. Wir sind auf See, von Holland ist noch nix zu sehen – wäre das Land mit Bergen gesegnet, hätten wir es wohl in Sichtweite, aber so flach wie es ist, sehen wir nur Wasser… Dafür nehmen wir uns vor, zu joggen, zu klettern, in den Wellnessbereich zu gehen und in die Whirlpools bei bestem Wetter zu nutzen. Wir schaffen nur die Whirlpools, dafür aber mit Cocktail
Irgendwann sehen wir dann auch Land, das heißt Schleusen Richtung Amsterdam. Wir legen direkt im Stadtzentrum an und trollen uns gleich runter vom Schiff in Richtung Zentrum. Die Einkehr im Pub direkt am Fleet ist zwar etwas kostspieliger als auf dem Schiff (Dank an den günstigen Dollarkurs), aber dafür ist der Platz direkt aus einer Filmkulisse entnommen! Wir ziehen noch ein wenig um die Häuser und entscheiden dann, den weiteren Abend doch lieber auf dem Schiff zu verbringen. Die Entscheidung war nicht ganz so gut, die Mehrheit der Passagiere, die Feierlaune mitgebracht haben, machen wohl eher Amsterdam unsicher… Egal, wird ein kurzer Abend.

Amsterdam
So, trotz des kurzen Abends gehört das Frühstücksbuffet nicht uns, aber es gibt ja in einer Stunde Mittagessen! Heute schaffen wir dann endlich ein wenig des Programms, das wir am Vortag angehen wollten: joggen, Fitnesscenter, Pool und Wellnessbereich. Allerdings stellen wir fest, dass es wohl bessere Zeitpunkte als nach dem Mittagessen gibt, um joggen zu gehen… Nächstes Mal ist klettern angesagt! Der Tag geht sehr schnell rum, Abendessen ist sehr nett und wir gehen am Abend ins Casino und ins Theater. Es gibt ein ABBA-Revival von der Schiffsband und die schaffen es, den Funken richtig überspringen zu lassen! Wie üblich gibt es einen Abschiedsdrink in der Viking Crown Lounge und dann geht es wegen des zeitigen Ausschiffens in Harwich früh ins Bett.

Innenpool
Der letzte Morgen an Bord ist nur noch Ausschiffen und ein kurzes Frühstück angesagt – etwas mehr Zeit beim Check-Out wäre schön. Dafür geht das Ausschiffen sehr flott und wir sind eine Viertelstunde später am Bahnhof in Harwich, kaufen uns ein günstiges Gruppenticket nach London und sind ziemlich bald an der Liverpool Station. Ein Besuch an der Towerbridge mit Mittagessen und dann der Zug nach Stansted runden die gelungene Reise ab.
veröffentlich in: Reiseberichte Royal Caribbean
